Faschingsball wird vorerst letzte Aktion
„Auf Wiedersehen“ heißt es am Freitag, den 20. Februar, bei der Landjugend Aidenbach. Dann nämlich steigt die vorerst letzte Aktion des beliebten und engagierten Vereins in Aidenbach. Jahrelang waren die Mitglieder der Jugendgruppe bemüht, sowohl die Aidenbacher als auch die allgemeine Bevölkerung mit ihren Veranstaltungen zu unterhalten. Vor allem der Landjugendball am Faschingsfreitag war ein Besuchermagnet und immer der bestbesuchte Ball in der Aidenbacher Faschingszeit.
Aber auch die anderen Veranstaltungen, wie das traditionelle Maibaumaufstellen oder das dazugehörige Maifest waren beliebt. Die Jungbauernschaft versäumte es aber nie, sich bei den anderen Vereinen zu revanchieren. Trotz der zahlreichen Unternehmungen, die der Verein zu bieten hat, gibt es in der Landjugend ein Problem - den Nachwuchs. Das derzeitige Durchschnittsalter der Mitglieder liegt um die 30 Jahre. Eindeutig zu alt für eine Landjugend. Viele Bemühungen, neue Mitglieder zu werben, zahlten sich nicht aus. Einsteigen bei der BJB kann man bereits mit 14 Jahren. Viele der 14- bis 20-jährigen interessieren jedoch sich in der heutigen Zeit kaum noch für Tradition, Brauchtum und Geselligkeit. Aber gerade in diesem Alter wäre es wichtig, sich im Vereinsleben zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Die Jugendlichen gestalten ihre Freizeit heute komplett anders, als es noch vor zehn Jahren der Fall war. Statt sich in der Landjugend zu engagieren, verbringen sie ihre freie Zeit vor Computer, Fernseher oder Spielekonsolen. Aus genau diesem Grund hat sich die BJB Landjugend Aidenbach dazu entschlossen, den Verein auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen. Diese Entscheidung fiel den Mitgliedern, vor allem aber der Vorstandschaft, nicht leicht. Zu gerne erinnert man sich an die guten Zeiten. Freundschaften wurden durch die Landjugend geknüpft oder noch stärker geprägt und es entstanden sogar einige Hochzeiten der Vereinsmitglieder. Bürgermeister Karl Obermeier zeigte sich betrübt von der Nachricht, dass die Landjugend ihre Aktivitäten einstellt. Die Jungbauernschaft sei aus dem Aidenbacher Vereinsleben nicht mehr weg zu denken. Auch er hofft, dass sich bald wieder ein paar Jugendliche aufraffen und die derzeitigen Mitglieder „beerben“. Eine direkte Auflösung wird es allerdings nicht geben. Die Vorstandschaft bleibt so lange kommissarisch im Amt, bis sich eine neue Gruppe hervorgetan hat. Falls dies dann der Fall ist, werden die neuen Mitglieder von den „alten Hasen“ unterstützt.
Um nicht sang- und klanglos aus dem Aidenbacher Vereinsleben zu verschwinden, hat sich die Landjugend noch etwas Besonderes einfallen lassen. Der „Fasching auf Bayerisch“ wird die letzte Veranstaltung der BJB Aidenbach. Es ist jeder eingeladen, der jung ist, sich noch jung oder sich einfach mit der Landjugend verbunden fühlt. Mit dem Besuch des Faschingsballs tut man gleichzeitig etwas Gutes. Der Reingewinn wird nämlich gespendet. Unterstützt wird das Manfred-Achter-Aids-Projekt (MAAP).
Seit drei Jahren will der Musiker Manfred Achter den Ärmsten der Armen, nämlich Kindern, die ihre Eltern durch die Immunschwächekrankheit Aids verloren haben, helfen. Zu diesem Zweck hat er den neuen Fond gegründet. Gemeinsam mit dem Passauer Kreis e.V. wird das Blessed Gerard´s Care-Zentrum in Mandini (Südafrika) unterstützt. Mandeni in der südafrikanischen Provinz KwaZulu/Natal gilt mit einer Infektionsrate von fast 80 Prozent als eine der am schwersten von Aids betroffenen Gegenden der Welt. Dieses Projekt wurde nicht zufällig ausgewählt, ist doch Manfred Achter mit der Landjugend stark verbunden. Bei vielen Landjugendbällen war er es mit seiner Band, der das Publikum in ausgelassene Stimmung brachte.
Die Mitglieder der Jungbauernschaft hoffen auf zahlreichen Besuch des Balls.

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