09. Juli 2009

"Hochzeit" von Aidenbach und Kopfing

Von: Die Redaktion

Partnerschaft besiegelt - Gemeinsame Geschichte begann mit der Bauernschlacht

Nun ist aus Freundschaft Partnerschaft geworden: In einem Festakt im oberösterreichischen Kopfing hat Aidenbachs Bürgermeister Karl Obermeier im Beisein von 400 Gästen - darunter 200 Aidenbacher Bürger - mit seinem Amtskollegen Otto Straßl die Urkunde unterzeichnet, die eine Partnerschaft mit der 2000-Einwohner zählenden Sauwaldgemeinde besiegelt.
„Unsere Beziehung ist zwar noch sehr jung“, meinte Obermeier, „aber wir sind durch die Geschichte eng verbunden.“ Die Gemeinsamkeiten fingen historisch mit dem Bauernaufstand an, der 1703 in Kopfing begann und 1706 in Aidenbach tragisch endete.
Obermeier erinnerte an die Aktivitäten, die die beiden Orte in jüngster Zeit auf die Beine gestellt hatten. So waren die österreichischen Freunde in großer Zahl zur 300-Jahrfeier der Bauernschlacht ins 70 Kilometer entfernte Aidenbach gekommen. Gemeinsam habe man in Rekordzeit das Buch „Gwunna hat zuletzt nur unseroans“ herausgegeben. Für dieses Werk wurden die beiden Gemeinden bereits im vergangenen Jahr mit dem Aenus-Preis ausgezeichnet.
Zum Partnerschafts-Festakt waren auch zahlreiche Vertreter aus der Politik und von den oberbayerischen Gebirgsschützen, die als Paten fungierten, erschienen. Der Kirchenchor von Aidenbach gestaltete den Festakt mit. Landrat Franz Meyer dankte in seinem Grußwort allen, die diese Partnerschaft auf den Weg gebracht hatten und wünschte ihr viel Leben, Harmonie und freundschaftliche Begegnungen. Kreisheimatpfleger Ludwig Meier referierte über die historischen Hintergründe, sein Kopfinger Kollege Johann Klaffenböck stellte mit eindrucksvollen Bildern die „Eheleute“ einander vor und verschwieg nicht, dass es die Aidenbacher waren, die den „Heiratsantrag“ gemacht hätten.
Nachdem die beiden Bürgermeister Karl Obermeier und Otto Straßl die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet hatten, tauschte man Gastgeschenke aus. Im Wirtshaus wurde die „Vermählung“ sodann gehörig gefeiert, bevor sich die Aidenbacher mit drei Bussen und vielen Privatautos auf den Heimweg machten.  - fi