06. August 2009

Aidenbach feiert: Der Turnverein wird 125!

Von: Die Redaktion

Ein Rückblick auf die Anfänge des Sportvereins - In den Zwanzigern wurde sogar Theater gespielt - Der Fußballclub kam 1938 dazu

Großes Wochenende für den TSV Aidenbach: Der Sportverein feiert sein 125-jähriges Bestehen. Ein Rückblick auf die bewegte Vereinsgeschichte:
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts breitete sich die Turn-Bewegung - Stichwort: „Turnvater Jahn“ - immer mehr in Deutschland aus. Mindestens seit 1869 wurde in Aidenbach „geturnt“, aber erst 1884 erfolgte die Gründung des Turnvereins Aidenbach. Schon im Jahre 1885 nahm der TV Aidenbach in Vilshofen am Gauturntag teil. Es wurden Freiübungen, Riegenturnen am Pferd, Reck und Barren sowie Reihen-Übungen aufgeführt.
Durch den 1. Weltkrieg kamen die Aktivitäten des Turnvereins lange Zeit zum Erliegen. Erst am 12. Gauturnfest vom 14. und 15. Juni 1924 war Aidenbach zusammen mit Passau, Pfarrkirchen, Simbach am Inn, Straubing und den 2 Vilshofener Turnvereinen wieder dabei. Es wurden zahlreiche Wettkämpfe leichtathletischer Art durchgeführt.
In den Zwanziger Jahren war es auch üblich, auf Volksfesten zu turnen. Der TV Aidenbach war neben dem heimischen Volksfestturnen auch beim Volksfestturnen in Straubing und in Eichendorf am Start. Beim 17. Bayerischen Landesturnfest in Regensburg im Jahre 1931 errang der Verein seinen stolzesten Erfolg mit einem 1. Sieg im Vereinsriegenturnen.
1933 wurde der Verein von den Nazis „gleichgeschaltet“, auch die Vereine mussten nun das Führerprinzip übernehmen. Damit hieß der Vorstand nun Führer. Er konnte seine Mitarbeiter wie z.B. Kassier oder Schriftführer bestimmen und brauchte nicht mehr wählen zu lassen. Der Turnergruß hieß vorher „Gut Heil“, jetzt musste ein „Heil Hitler“ angefügt werden.
1938 schlossen sich der Turnverein und der 1920 gegründete Fußballclub Aidenbach zusammen. Mit Kriegsbeginn 1939 wurde es, wie bei allen anderen Vereinen, auch beim TSV Aidenbach still. Schließlich mussten gerade die jungen Männer im besten Turner- bzw. Fußballeralter zu den Waffen.
Wichtige Stationen in der Vereinsgeschichte der Nachkriegszeit: 1961 wurde die Turnhalle am Fußballplatz eingeweiht, 1984 wurde der Sportplatz generalsaniert, 1992-94 wurde die Turnhalle aufgelassen und ein Vereins- und Schulungsheim gebaut. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Abteilungen neu- oder wiedergegründet: 1956 Tischtennis, 1962 Frauenturnen, 1970 Leichtathletik, 1975 Wandern, 1977 Schach, 1980 Damenfußball, 1988 Basketball.


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