14. August 2009

Hauptschul-Sanierung macht Haushalt zu schaffen

Von: Die Redaktion

Trotz Fördersumme durch Konjunkturpaket II: Zwei Millionen muss Aidenbach selbst aufbringen - Abschluss 2012 geplant, Gesamtkosten: 4,2 Mio.

Von Martin Maier
Aidenbach. Hohe Kosten für die Sanierung der Hauptschule, eine Errichtung einer Photovoltaikanlage in Gumperting sowie die Beleuchtung des Baches am Marktplatz. Dies geht aus der Aidenbacher Marktratsitzung hervor, die am Dienstagabend im Rathaus stattfand.
Die Generalsanierung der Hauptschule Aidenbach ist mit
erheblichen Kosten verbunden:
Es wird davon ausgegangen, dass die Sanierung 4,2 Millionen Euro verschlingt, die Fördersumme durch das Konjunkturpaket II
beträgt 2,2 Millionen. Die Förderung wird bis 2012 jährlich in Raten ausgezahlt, dann sollen alle Arbeiten endgültig abgeschlossen sein.
Priorität besitzt dabei zunächst die energetische Sanierung, 2010 soll dann die Generalsanierung folgen. Trotz der hohen Kosten hält Bürgermeister Karl Obermeier am Beschluss fest:„Es bestand und besteht absoluter Handlungsbedarf“, so Obermeier. Um das Geld dennoch aufbringen zu können, muss ein Kredit aufgenommen werden.
Saniert werden jetzt doch die Räume für die Naturwissenschaft (PCB-Räume) und die Außenanlagen, die zunächst nicht vorgesehen waren. Ebenfalls kostspielig die Turnhalle, deren Sanierung in den Osterferien dieses Jahres anlief und sich auf insgesamt 820 000 Euro beläuft.
Kämmerer Michael Braun ging auf die Finanzsituation ein. Momentan habe der Markt Aidenbach eine pro Kopfverschuldung von 1 232,64 Euro. Oberstes Ziel der nächsten Jahre sei darum ein sukzessiver Schuldenabbau.
Beschlossen wurde außerdem, dem Trend zu regenerativen Energien zu folgen, und in Gumperting einen Photovoltaik-Park mit einer Gesamtleistung von 2 500 Kilowatt-Peak zu errichten. Auf dem momentanen Ackerland soll eine Nutzfläche von 6,62 Hektar entstehen.
Auf der Tagesordnung stand weiter der Vorschlag, den Marktbach zu beleuchten. Bereits in der Vergangenheit wurde öfter darüber diskutiert, nun hat Obermeier ein Angebot von einer Firma, die sog. Pollerleuchten anbringen möchte. Die Gefahr von Vandalismus, wie einige Markträte einwendeten, sei relativ gering, so Obermeier. Ein LED-Strahler, der in zwei Richtungen leuchtet, kostet rund 1430 Euro. Geplant ist , etwa zehn Stück anzuschaffen. Die Markträte stimmten für eine Beleuchtung.
Als Letztes wurde beschlossen, die Gemeindewerke, die anfangs 2005 in eine eigene Gesellschaft ausgelagert wurden, aufzulösen und wieder in den Haushalt einzuschließen. Das damals verfolgte Ziel, durch die Verselbständigung der Werke mehr Transparenz zu schaffen, ging nicht auf - stattdessen erhöhten sich nur die Verwaltungsaufgaben.