28. September 2009

Aidenbacher Bauernkämpfer beim Oktoberfest-Umzug

Mit 51 Teilnehmern der beiden Vereine in historischen Kostümen und mit Requisiten aus der Bauernschlacht von 1706 marschierten die Aidenbacher beim traditionellen Oktoberfest-Umzug auf die Teresienwiese. Mit viel Applaus wurden sie von den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand und auf den Tribühnen bedacht.

Eingereiht unter die 9000 Teilnehmer, die sich rekrutierten aus Trachtenvereinen und -kapellen sowie historischen Gruppen, marschierte die bunte Truppe der Aidenbacher in recht flottem Tempo und unter Marschmusik sieben Kilometer durch die Innenstadt auf die Oktoberfestwiese. Der Veranstalter hatte die zahlreichen teilnehmenden Vereine in mehr als 60 Themengruppen eingeteilt, und als aufständische und bewaffnete Truppe folgten die Mäner und Frauen der Bauernkämpfer und des Kultur- und Festspielvereins den Mittenwalder Gebirgsschützen.

Der Festzug der bayrischen Traditionsvereine ist auch heute noch für die zahlreichen Besucher aus dem In- und ganz besonders aus dem Ausland - es scheint kaum eine Nation gefehlt zu haben - ein Muss beim Oktoberestbesuch. So dürften die Aidenbacher Charaktere aus dem Freilichtspiel ab jetzt in Fotoarchiven von Spanien bis Singapur gespeichert sein.

Sogar die hohe Politprominenz des Freistaates ließ sich von der bunten Schar aus Bayern, Offizieren, Handwerkern, Bäuerinnen, Mägden und Marketenderinnen in den Bann ziehen. Auf seinem Weg zur Festkutsche gesellte sich Ministerpräsident Horst Seehofer zur Aidenbacher Abordnung und plauschte ganz ungezwungen über Tradition und Ursprung des Freilichtspiels "Aidenbach 1706". Besonders lange unterhielt er sich mit Oberbürgermeister Karl Obermeier, der es sicht nicht hatte nehmen lassen, im Kostüm eines aufständischen Bauern am Umzug teilzunehmen.

Auch der Bayerische Rundfunk mit dem Oktoberfest-Kommentator "Fonsi" wurde aufmerksam und filmte einige Szenen. Besonders angetan schienen die Filmer vom "Bettlerpaar" Uli Schütz und Josef Pallan.

Angebahnt und möglich gemacht wurde die Teilnahme durch den Spielleiter des Kultur- und Festspielvereins, Hans Asen, der über Kontakte zur Bad Tölzer Gebirgsschützenkompanie die Veranstalter für die Pflege der Historie in Aidenbach interessieren konnte. Wenn man den Applaus des Publikums als Gradmesser für einen erfolgreichen Auftritt nehmen darf, dann führt im nächsten Jahr für die Münchner kein Weg an den Aidenbachern vorbei.