„Ehrenamtliches Engagement gehört zum Rückgrat unserer Gesellschaft. Es sorgt für Zusammenhalt und Heimatbewusstsein“, sagte Bürgermeister Karl Obermeier beim Festakt zum Tag des Ehrenamts, den der Marktgemeinderat eingeführt hat, um sich bei den Bürgern für freiwilliges Engagement in Vereinen und anderen Organisationen zu bedanken. Bei dieser Gelegenheit wurden auch besondere sportliche Leistungen gewürdigt.
Der Festakt in der Aula, zu dem am Donnerstag die örtlichen Vereine eingeladen waren, wurde vom Querflötenquartett der Kreismusikschule unter Leitung von Heike Schlierf musikalisch hochkarätig umrahmt, unter anderem mit einer Haydn-Serenade und einem Mozart-Divertimento. In einer Zeit, so der Bürgermeister, in der Gemeinsinn brüchig geworden sei, solle ein solcher Tag ein Signal des Dankes und der Wertschätzung an alle sein, die sich in den Verbänden, Vereinen und den verschiedenen Organisationen freiwillig und ehrenamtlich engagieren und mit dieser Arbeit dazu beitragen, die Lebensqualität in der Gemeinde zu steigern. „Ehrenamtliche Tätigkeit ist der Motor des gemeindlichen Zusammenlebens“.
In einer Zeit, so Obermeier weiter, in der jeder nur sich selbst als einzelnen sehe, komme die Gemeinschaft und der Wert, den das Miteinander für alle hat, zu kurz. Deshalb sei es für den Marktgemeinderat an der Zeit gewesen, das Ehrenamt in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Denn von ehrenamtlichem Engagement, von persönlichem Mitwirken, profitiere die Marktgemeinde Aidenbach als lebens- und liebenswerter Ort gewaltig.
Dabei betonte der Bürgermeister die Bedeutung der Jugendarbeit, die die Vereine auf ehrenamtlicher Basis leisten und dadurch jungen Menschen Teamgeist und Perspektive vermitteln und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglichen. Dass die ehrenamtlich Tätigen einen Großteil ihrer Freizeit opfern, sei für viele selbstverständlich. „Bürgerschaftliches Engagement ist Ausdruck wachen Bürgersinns und Ausdruck auch von Freiheit und von Verantwortung von Freiheit, auf der unsere Solidargemeinschaft beruht“, fasste Obermeier zusammen und dankte im Namen der Marktgemeinde dafür.
Diesen lobenden Worten schloss sich Pfarrer Robert Rödig an, der auch für seinen evangelischen Kollegen Roland Thürmel sprach und es schön fand, „dass es Menschen gibt, die nicht nur fordern, sondern fragen, was sie für die Gemeinschaft tun können“.
In den Festakt eingebettet war die Ehrung mit Medaillen und Urkunden für besondere sportliche Leistungen, aber nicht nur solcher. Denn die Leistungen von Franz Tussetschläger vom Aidenbacher Geflügelzuchtverein hat eine ganz eigene Qualität. Mit seinen Tauben konnte er bereits dreimal die deutsche Meisterschaft erringen und war schon 14 mal bayerischer Meister. Nun hat er mit seiner neuen Rasse, den italienischen Mövchen, die er erst seit einigen Jahren züchtet, erneut eine bayerische Meisterschaft errungen.
Eine makellose Bilanz haben die Senioren Herren 40 vom Tennisclub Aidenbach in der abgelaufenen Saison verbucht. Verlustpunktfrei 12:0 und mit rekordverdächtigen 48:6 Punkten errangen sie die Meisterschaft der Kreisklasse 1 und schafften den ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse 2. Ausgezeichnet wurden Hans Straubinger, Franz Moosbauer, Reinhard Osterholzer, Reinhold Perkampus, Hans Ungnadner, Herbert Müller, Reiner Hanke, Richard Detter und Helmut Pöppl.
Ausgezeichnet wurden auch die Schwimmer des Hauptschule. Michael Eder, Dennis Krenn, Andre Joosz, Florian Maier, Dominik Blöchinger, Richard Simon, Philipp Liebl, Julian Rucker, Markus Bauer und Christoph Auer haben beim Landesfinale in Regensburg den bayerischen Vizemeistertitel errungen und sich damit die Teilnahme am Rhein-Main-Donau Cup-Finale in Zweibrücken gesichert, wo sie den 4. Platz belegten.
Abschließend stellte Bürgermeister Obermeier fest, dass sich der Marktgemeinderat vorgenommen habe, die Jugendarbeit in den Vereinen bestmöglich zu unterstützen und deshalb neue Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit beschlossen habe. So erhalten die Vereine für jedes Mitglied unter 18 Jahren jährlich zehn Euro aus der Gemeindekasse. Gefördert wird außerdem der Unterhalt von Außensportanlagen. „Dieses Geld ist bestens angelegt“, so Obermeier. Zusammen mit seinen Stellvertretern Robert Grabler und Helmut Mögele überreichte er die entsprechenden Schecks an die Wasserwacht, den Turn- und Sportverein, den Tennisclub, die Königl. Priv. Feuerschützengesellschaft, den Schwimmclub, die Landjugend, die Faschingsgesellschaft, den Bienenzuchtverein und die Freiwillige Feuerwehr. Die Ehrenamtlichen wurden aber nicht nur mit schönen Worten belohnt. Alle Teilnehmer des Festakts waren anschließend Gäste bei einem kalten Buffet in der Aula des Hauptschule. - ba

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