Trotz kühlem, herbstlichem Oktoberwetter fanden sich über 80 Personen in der Pfarrkirche St. Agatha in Aidenbach zum mittlerweile schon traditionellen Orgelkonzert ein.
Den Abend eröffnete Daniel Obtmeier mit Johann Sebastian Bachs „Praeludium et Fuga in C“ BWV 545. Klare Artikulation dieses mächtigen Werkes des großen Barockkomponisten bewies wieder, dass die Orgel nicht umsonst die „Königin der Instrumente“ genannt wird.
Anschließend begrüßte Franz-Josef Seis die Konzertbesucher und stellte in launiger Weise die Solisten des Abends, Werner und Christine Weber (Violine), Dagmar Binder (Kontrabass), Maximilian Jäger und Daniel Obtmeier (Orgel) vor. Er erzählte den Zuhörern von „Jubilaren und Meistern“ der Konzertliteratur. Mit biografischen Daten und historischen Gegeben-halten ließ er die Besucher immer wieder zwischen den musikalischen Darbietungen innehalten.
Die beiden Organisten zeigten im Verlauf des Konzerts, dass es auch für die Orgel Literatur zu
vier Händen gibt. Mit Samuel Wesleys „Duetto 6“ aus „Seven Duets for Eliza“ bewies man große
Leichtigkeit. Bei Christian G. Höpners evangelischer Choralkomposition zu vier Händen „Nun ruhen alle Wälder“ wurde im 1.Teil die Echowirkung des Chorals deutlich, die sich im 2.Teil zum Kanon steigerte.
Mit Brillanz an der Geige meisterte Werner Weber die vier Sätze der „Violinsonate Nr. 4 in D-Dur“, op.1/13 von Georg Friedrich Händel, der heuer seinen 250.Todestag hatte. In der Bearbeitung der „Cantilene“ aus der 11. Orgelsonate von Joseph Gabriel Rheinberger für Violine und Orgel zeigten Werner Weber und Daniel Obtmeier, wie schon bei Händel, gutes Zusam-menspiel.
Ein musikalischer Höhepunkt war die 6. Orgelsonate von Felix Mendelssohn über den Choral „Vater unser im Himmelreich“, op.65/6. Mit dem schlichten Choral über die zart, einfühlsam registrierten Variationen steigerte sich der 1. Satz zur großen, gewaltigen Toccata. Mit dem abrupten Ersterben der Toccata in der Generalpause klang der 1. Satz schlicht aus und mündete in die strenge Fuge. Das Ende der Sonate im ruhigen, hochromantischem Finalsatz rundete ihren großen Bogen ab. Daniel Obtmeier gelang es durch vielseitigste Registrierungen, alle Klangfarben der Orgel zu präsentieren. Auch wenn hierbei leichte Pfeifgeräusche der Kirchenorgel vernommen werden konnten, was allerdings der Spendenfreudigkeit der Besucher keinen Abbruch tat - vielleicht sogar das Gegenteil.
Kammermusikalische Züge konnte man in Joseph Haydns „Konzert für Orgel, zwei Violinen und Kontrabass in F-Dur“, Hob.XVIII:7 erleben. Mit Witz und großer Spielfreude ehrten die Solisten in 3 Sätzen den Komponisten zu seinem 200. Todestag.
Krönenden Abschluss fand das Konzert durch Johann Georg Albrechtsbergers (200. Todestag) „Praeludium und Fuge in C-Dur“ für Orgel zu vier Händen. Große Homogenität und Sauberkeit der beiden jungen Kirchenmusikstudenten Maximilian Jäger und Daniel Obtmeier wurden hier deutlich.
Gratulieren kann man Daniel Obtmeier, dem Organisator und Solisten des gelungenen Konzerts, der ein Programm erstellte, das viele Jubilare des Jahres 2009 und andere Meister verschiedenster Epochen umfasste und so gut allen Zuhörern gerecht werden konnte. Letztere dankten am Schluss allen Akteuren mit langem Beifall und Spenden für die Orgel.

Im Pflegeheim des Gesundheitszentrum der Klinik Aidenbach konnte Siegfried Garhammer seinen 85. Geburtstag feiern. Der Jubilar freute sich über die zahlreichen Glückwünsche zu seinem Geburtstag, zu dem Bürgermeister Karl...[mehr]