27. Januar 2010

Vortrag über das „flüssige Gold“

„Honigkurs“ in Aidenbach war sehr gut besucht

„Deutscher Honig ist wesentlich mehr als ein süßes Lebensmittel und ohne die Bienen können wir Menschen nicht überleben“ - mit diesen deutlichen und teils drastischen Anmerkungen überschrieb der staatliche Fachberater für Bienenzucht in Niederbayern, Erhard Härtl, seinen mehr als vierstündigen „Honigkurs“ beim Bienenzuchtverein Aidenbach.
Zunächst wies der Bienenfachberater seine rund 60 Zuhörern und Zuhörerinnen darauf hin, dass die notwendige Bestäubung der meisten Kultur- und Wildpflanzen durch die Bienen unverzichtbar und letztendlich sogar eine Überlebensfrage der Menschheit sei. Der durch die Bestäubung entstehende volkswirtschaftliche und ökologische Nutzen übersteige bei weitem den Wert des von den Bienen erzeugten Honigs. In diesem Zusammenhang richtete der Referent die Forderung an die Verbraucher, in erster Linie den einheimischen „Deutschen Bienenhonig“ zu kaufen, um so zum Erhalt der Bienen und Bienenvölker beizutragen. Anderenfalls würden Äcker, Wiesen und Gärten mangels Bestäubung durch die Bienen und damit mangels Fruchtbarkeit um den notwendigen Ertrag gebracht.
Als Belohnung für die Teilnahme am „Honigkurs“ erhielten die anwesenden Imker und Imkerinnen ein offizielles Zertifikat, welches sie zukünftig dazu berechtigt, ihren Honig als „Echten Deutschen Honig“ mit einem Garantie-Siegel des „Deutschen Imkerbundes“ zu vermarkten. - eb