03. März 2010

Eine Wehr, die sich den wandelnden Aufgaben stellt

Rund die Hälfte der Einsätze sind technische Hilfeleistungen - Ehrungen verdienter Mitglieder - 56 Aktive und 205 Mitglieder

Auch in Aidenbach zeigt sich klar der Trend zur technischen Hilfeleistung. Von 31 Feuerwehr-Einsätzen im Jahr 2009 waren 14 Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung. Das sind 45 Prozent aller Einsätze. Daneben forderten sieben Brände, neun Sicherheitswachen sowie ein Fehlalarm die Einsatzbereitschaft der Aidenbacher Wehr. Bürgermeister Karl Obermeier bezeichnete seine Feuerwehr als „zielorientierte“ Mannschaft, die sich stets neuen Aufgaben stellt.
Im vollbesetzten kleinen Saal beim Kirchenwirt begrüßte Vorsitzender Michael Witzlinger jun. die Ehrengäste, darunter Fahnenmutter Anna Feicht. Dass das Vereinsleben sehr „pulsierend“ ist, konnte Schriftführer Markus Bauer bestätigen, indem er die Veranstaltungen in Erinnerung rief. So waren der „Blaulichtball“, das Feuerwehr-Oldtimer-Treffen mit dem Tanklöschfahrzeug in Regen, der „Tag der Hilfsorganisationen“ in Ortenburg, die Feuerwehr-Maiandacht, das Lampionfest, die Teilnahme an Fahnenweihen, der Vereinsausflug nach Osttirol sowie die Verabschiedung von Pfarrer Franz Kufner und die Begrüßung des neuen Pfarrers Robert Rödig die größeren Ereignisse.
Hans Grabler, Herr über die Vereinsfinanzen, konnte einen zufrieden stellenden Kassenstand vorweisen, obwohl in die Ausrüstung der aktiven Mannschaft erheblich investiert wurde.
Kommandant Wolfgang Palzer nannte die Stärke der aktiven Mannschaft: 56 Aktive (10 Frauen und 46 Männer). Bei 31 Einsätzen wurden 537 Einsatzstunden geleistet. Die größeren Einsatze waren ein Küchenbrand in Uttigkofen, der Großbrand im Sägewerk Eggerding, der Schwelbrand in der Rehaklinik Aidenbach sowie die Unwettereinsätze im Frühjahr und Sommer. Ein ganz wichtiger Faktor sind die regelmäßigen Übungen, so der Kommandant. Neben den zwölf Monatsübungen mit 1028 Übungsstunden fand im Frühsommer im Gebiet Zeitlarn-Sandbach-Jägerwirt eine Großübung mit angenommenem Waldbrand und Flugzeugabsturz statt. Aktuell verfügt die Feuerwehr über 19 Atemschutzträger. Diese wurden bei zwei Einsätzen benötigt. Die Jugendgruppe kann stets mit neuen Jugendlichen aufrechterhalten werden.
Im vergangenen Jahr sind acht Jugendliche mit Josef Czink, Marcus Grabler, Daniel Krenn, Simon Müller, Martin Pindel, Michael Rott, Fabian Willeitner und Sebastian Lenz der Nachwuchsgruppe beigetreten. Auch die Jugendgruppe ist voller Eifer bei den Übungen mit dabei. Der Kommandant dankte Matthias Maidorn für die Betreuung der Atemschutzgruppe und Peter Bichlmeier für die Jugendarbeit. Per Handschlag wurden Marina Hageneder und Florian Bauer vom Kommandanten in die aktive Mannschaft aufgenommen. Beide wurden zum Feuerwehrmann bzw. -frau befördert.
Geehrt wurden für 70 Jahre Ludwig Knab, für 60 Jahre Hans Asen sen., Guido Bauer und Heinrich Fischer, für 50 Jahre Heinz Kreitmayr, Otto Mühlstrasser sen. und Georg Voggenreiter, für 40 Jahre Fritz Rosenberger, für 30 Jahre Richard Orthuber, Wolfgang Palzer sen., Siegfried Schönhofer und Walter Stubner und für 20-jährige Mitgliedschaft Michael Knott, Michael Lettl, Gerhard Meier, Andreas Staudinger und Bernd Straubinger.
Michael Witzlinger gab in seinem Vorstandsbericht den derzeitigen Mitgliederstand mit 205 Mitgliedern bekannt. Bürgermeister Karl Obermeier zollte der aktiven Mannschaft höchste Anerkennung für ihren Einsatz zum Wohle der Bevölkerung. Die Feuerwehr habe erst vor wenigen Wochen bei dem kritischen Wohnhausbrand im Unteren Markt unter Beweis gestellt, wie gut und effektiv sie funktioniere.  - eb