07. April 2010

Bauernkämpfer wieder beim Freilichtspiel dabei

Weitere Aktivitäten der Aidenbacher Bauernkämpfer in diesem Jahr: Georgitritt und Maidultfestzug

Auch dieses Jahr werden sich die Aidenbacher Bauernkämpfer von 1706 e.V. am historischen Freilichtspiel „Lieber bairisch sterben...Aidenbach 1706” beteiligen. Dies kündigte Jürgen Lottner, 1. Vorsitzender, bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Café Wagner an.
Vor den Aufführungen am Samstag, 17., Freitag, 23., Samstag, 24., Freitag, 30., und Samstag, 31. Juli werden die Bauernkämpfer mit ihrem Brutzelfleischstand, der Bauernschänke und den historischen Handwerkern beim historischen Bauernmarkt vertreten sein. Außerdem wirkt die Mehrzahl der Aktiven auch bei der Freilichtaufführung selbst mit. Der 1. Vorsitzende appellierte besonders an die bisher noch nicht im Freilichtspiel integrierten Aktiven, zumindest Komparsenrollen zu übernehmen.
Darüber hinaus wird sich der Verein am Sonntag, 25. April, am Bauernjahrtag des Bayerischen Patriotischen Vereins Aidenbach 1857 beteiligen. Am Nachmittag desselben Tags nimmt die historische Gruppe am Georgiritt in Aidenbach teil. Am Sonntag, 2. Mai, sind die Aidenbacher Bauernkämpfer dann am Passauer Maidultfestzug beteiligt.
Neben zwei Schulaufführungen sind zudem noch Sonderaufführungen geplant, deren Termine aber bisher noch nicht feststehen. Die übrigen Veranstaltungen entsprechen im wesentlichen dem jährlichen Standardprogramm.

In seinem Jahresbericht hob Jürgen Lottner die Fahrt zum Münchner Oktoberfest Ende September 2009 hervor. Dort nahm der Verein zum ersten Mal am Oktoberfestzug teil, dem größten Trachten- und Schützenfestzug Bayerns. Mit 18 Veranstaltungen war das Jahr 2009 hinsichtlich der Aktivitäten ein überdurchschnittliches Vereinsjahr.
Schatzmeister Friedrich Weißenberger erläuterte in seinem Kassenbericht die finanzielle Situation des vergangenen Vereinsjahres. Die Kasse war von den Kameradinnen Petra Mayer und Ingrid Kauter geprüft worden. Kassenprüferin Petra Mayer konnte dem Schatzmeister in der Mitgliederversammlung vorbildliche Arbeit bescheinigen. Der Schatzmeister und die Vorstandschaft wurden von den versammelten Mitgliedern entlastet.
Aufgrund einer Änderung des Waffengesetzes im vergangenen Jahr wurden die Mitglieder durch den 1. Vorsitzenden über die neuen Regelungen unterrichtet. Im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen dürfen die Aidenbacher Bauernkämpfer auch diverse historische Waffen mit sich zu führen. Daher müssen sie auch im Waffenrecht geschult sein.
Auf der Mitgliederversammlung regte Kamerad Heinz Fink jun. an, einen Familienbeitrag einzuführen, um bereits die Kinder der Mitglieder in den historischen Verein einzubinden. Man beschloss, diesen Punkt bei der nächsten Mitgliederversammlung auf die Tagesordnung zu setzen.
Bei der Versammlung wurde für 20-jährige Mitgliedschaft Christoph Schönhofer geehrt. Außerdem gedachten die Aidenbacher Bauernkämpfer ihrer verstorbenen Vereinsmitglieder, insbesondere der im vergangenen Jahr verstorbenen Frieda Seidl.

Anwesend bei der Versammlung war neben den Markträten Rita Schwarzmeier, Eva Kapfhammer und Franz Weidl auch der 1. Bürgermeister von Aidenbach, Karl Obermeier. Er betonte, dass der historische Verein den Markt Aidenbach mit seinen zahlreichen auswärtigen Aktivitäten gut repräsentiere und dadurch eine große Außenwirkung für den Markt Aidenbach herstelle. Außerdem sagte Obermeier zu, in Bezug auf die von den Aidenbacher Bauernkämpfern gewünschte Waffenkammer in einem öffentlichen Gebäude im Ortsbereich eine Lösung zu finden. Das Freilichtspiel sei ein Aushängeschild für den Markt Aidenbach, so Obermeier. Er appellierte daher an die aktiven Mitglieder des Vereins, die Veranstaltung zahlreich mitzugestalten. - red