Beim Aidenbacher Publikum ist das Kulturmobil des Bezirks Niederbayern nicht unbekannt. Zum zweiten Mal nach 2008 gastierten die fahrenden Spielleute heuer wieder im Pausenhof der Hauptschule Aidenbach und sorgten trotz kühlem Wetter für viel Begeisterung bei Groß und Klein. Zwei Stücke brachten die Darsteller auf die Bühne. Schon bei der Nachmittagsvorstellung kamen die kleinen Zuschauer auf ihre Kosten. „Thomastag“ ein Kinderstück von Sybille Neuhaus stand auf dem Programm. Siegfried ist in Belinda - ein hübsches Mädchen mit Klumpfuß verliebt, aber zu schüchtern es ihr zu sagen. Belindas Großmutter besitzt einen Apfelbaum, der immer einen letzten Apfel tragen muss, damit die Oma überlebt. Als dieser von den Lausbuben Wastl und Fonse gestohlen wird, machen sich Belinda und Siegfried auf die Suche. Zwei Außenseiter standen bei diesem Theaterstück im Mittelpunkt, die gemeinsam die eigene Angst und die Vorurteile ihrer Umwelt überwinden. THOMASTAG erzählt eine kleine, sehr poetische Liebesgeschichte, die Mut machen kann. Auf bayrisch – und mit viel Musik!
Am Abend erlebten rund 50 Besucher die Uraufführung „Franz im Glück“, eine sozialkritische Komödie über das ständige umtreiben der Menschen und den Versuch sich daraus auszuklinken. Die Komödie wurde von Elmar Raida und Stefan Tilch geschrieben. Hauptfigur Franz, ein gutmütiger Mensch, will sich nicht länger mehr von allen ausnutzen lassen. Er tritt schließlich in Schlafstreik. Eine Entscheidung mit Folgen. Plötzlich trauen sich auch die Leute das zu tun, was sie immer schon tun wollten. Seine Frau Lydia und der Bürgermeister haben alle Hände voll zu tun, um die Ordnung aufrecht zu halten und bemühen sich Franz aus seiner Hängematte zu bewegen.
Mit hervorragenden Schauspielern und Musikern bot das Kulturmobil beste Theaterunterhaltung zum Nulltarif. Am Schluss gab es dafür von den kulturbe-geisterten Zuschauern einen riesen Applaus.

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