Nun haben es auch die Verantwortlichen in Ortenburg und Aidenbach schriftlich vorliegen: Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres wurden die beiden Hauptschulen, die ja bereits im Verbund eng zusammenarbeiten, zur Mittelschule ernannt. Bei einem Treffen an der Aidenbacher Hauptschule wurde diese Nachricht der Regierung von Niederbayern von den politisch Verantwortlichen, den Rektoren der beiden Schulen sowie von dem Bildungsexperten der CSU-Landtagsfraktion, MdL Walter Taubeneder, mit großer Freude aufgenommen. Einstimmig lobte man das Zustandekommen des Schulverbundes und wertete die Mittelschule als wichtige Bildungseinrichtung für die gesamte Region.
Noch in den letzten Ferientagen hatten die beiden Schulen und die beiden Marktgemeinden es schriftlich auf den Tisch bekommen, dass man sich ab dem neuen Schuljahr „Mittelschule“ nennen darf. Bei einem Treffen an der Aidenbacher Schule waren sich die Bürgermeister Hans Halser (Ortenburg), Karl Obermeier (Aidenbach) und Franz Schwarz (Aldersbach) sowie Walter Taubeneder und die beiden Rektoren Thomas Lemberger und Richard Detter darüber einig, dass die beiden Hauptschulen bereits in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag geleistet hätten, die Region mit qualifizierten Auszubildenden zu versorgen. Aufgabe der neuen Mittelschulen müsse es nun sein, das Bildungsangebot weiter zu optimieren und auf die Erwartungen der Gesellschaft und der Wirtschaft abzustimmen.
„Wir können es uns nicht erlauben, auch nur einen einzigen Schüler zurückzulassen. Wir brauchen jeden einzelnen jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt“, betonte Taubeneder. Die Voraussetzungen dafür erwerben junge Menschen in der Schule. „Mit dem Start der Bayerischen Mittelschule ist die beste Basis dafür gelegt, dass alle unsere Schüler entsprechend ihrer Begabungen bestmöglich gefördert werden.“ Die Mittelschule bringe eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Dazu zählten die praxisnahe Ausbildung durch das Angebot der drei berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales sowie durch die intensive Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft, die Möglichkeit zum Erwerb eines Mittleren Bildungsabschlusses, die Möglichkeit zur Wahl eines Ganztagesangebotes, die Verbesserung der individuellen Förderung durch zusätzliche Förderstunden. Bayernweit erreichen insgesamt 61 Hauptschulen selbständig den Status einer Mittelschule, informierte Taubeneder.
Aidenbachs Bürgermeister Karl Obermeier zeigte sich über die erfahrene Aufwertung der Aidenbacher Schule stolz und glücklich. Die vielen Verhandlungen und Gespräche im vergangenen Jahr hätten sich letztendlich gelohnt. Mit dem gemeinsamen Schulverbund Aidenbach-Ortenburg habe man eine zukunftsweisende Bildungseinrichtung geschaffen, von der die gesamte Region profitieren könne. „Wie viel uns an unserer Schule liegt, kann man am besten daran sehen, mit welch großem Aufwand der Markt Aidenbach derzeit die Schule auf den modernsten Stand bringt. Rechnet man die Kosten für die Sanierung der Turnhalle mit hinzu, dann sind es schließlich über fünf Millionen Euro, die hier für die Ausbildung unserer Kinder investiert werden“, meinte Obermeier.
Auch Ortenburgs Bürgermeister Hans Halser lobte die Entscheidung und meinte: „Die letzten Monaten und Jahre haben gezeigt, dass hier hervorragend an einem Strang gezogen wurde.“
Der Aldersbacher Bürgermeister Franz Schwarz, der gleichzeitig stellvertretender Schulverbandsvorsitzender der Schule Aidenbach ist, indes prognostizierte, dass in Zukunft die Betriebe wieder verstärkt qualifizierte Arbeitskräfte gerade aus den Mittelschulen suchen würden. Diesem Bedarf müssten die beiden Schulen nun Rechnung tragen.
Die beiden Rektoren unterstrichen den Vorsatz, es nicht nur bei der Verleihung des Namens „Mittelschule“ zu belassen, sondern alles daran zu setzen, um die schulische Qualität stetig zu verbessern. An Walter Taubeneder appellierten sie abschließend, dass es dafür umso wichtiger sei, auch künftig mit qualifizierten „Mittelschullehrern“ versorgt zu werden. - rd

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